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Buchrezension

Gladiatoren

Leoni Hellmayr

Ditzingen: Reclam 2018, 100 S., 10 Euro

Kompakt, unterhaltsam und fundiert – auch der neue Band aus Reclams »100-Seiten-Reihe« liefert Einsteigern einen schnellen Überblick über ein spannendes Thema aus Kultur und Geschichte. Anhand des aktuellen Forschungsstandes bietet die Wissenschaftsautorin Leoni Hellmayr einen knappen, aber für die meisten Leser sicher vollkommen ausreichenden Überblick über ein Phänomen, das vielfach zum Sinnbild für römisches »Freizeitvergnügen« wurde. Wie viel mehr jedoch der Kampf der Gladiatoren, die Gladiatur, für Staat und Gesellschaft bedeutete, wurde in den letzten Jahren in Publikationen und Ausstellungen wiederholt dargelegt. Es ist das Verdienst der Autorin, aus der großen Materialfülle zu dem Thema eine gekonnte Auswahl getroffen und diese mit wenigen klaren Grafiken veranschaulicht zu haben. Ihre Ausführungen umfassen dabei auch die einen Kampftag (munus) begleitenden Tierkämpfe und Hinrichtungen, was streng genommen aber von den Darstellungen der Gladiatoren zu trennen wäre. Die einzelnen Kapitel behandeln die Entwicklung der Gladiatorenspiele, die Austragungsstätten, Ausbildung und Ausrüstung der verschiedenen Gladiatorengattungen, widmen sich aber auch der Frage, ob man Gladiatorenkämpfe als Sport ­bezeichnen kann, oder beinhalten ein Interview mit einem heutigen Gladiatoren-Ausbilder, der selbst auch in der Arena steht. Der flüssig und leicht lesbar geschriebe Text kommt ohne Fußnoten, Glossar und Literaturverweise aus, was sicherlich die meisten Leser nicht vermissen werden. Auch als e-book erhältlich.?

Andreas Thiel


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