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Buchrezension

Limes und Römerschatz – RömerMuseum Weißenburg

Bernd Steidl

Ausstellungskataloge der Archäologischen Staatssammlung 41

Friedberg: Likias Verlag 2019, 160 S., 194 großteils farb. Abb., 2 Karten in den Umschlagklappen, 19,80 Euro

Das mittelfränkische Weißenburg wurde 1979 mit der zufälligen Entdeckung des größten römerzeitlichen Schatzfundes in Deutschland, der auch zu den bedeutendsten Depotfunden im gesamten Imperium Romanum gehört, bekannt. In den folgenden Jahren erfolgten die Errichtung eines Museums, das seit 2005 der zentrale Anlaufpunkt für den Rätischen Limes in Bayern im Rahmen des UNESCO-Welterbes »Grenzen des Römischen Reichs« ist, sowie die Einrichtung eines Archäologischen Parks mit Kastellgelände und Thermen. 2015 bis 2017 wurde das Museum neu gestaltet. Der nun erschienene Museumsführer vereint und erweitert Texte und Grafiken der Neupräsentation. Dabei werden drei große Themenkomplexe behandelt: die Provinz Rätien und das Leben beiderseits des Limes, das Kastell Weißenburg und das römische Leben vor Ort sowie abschließend der Schatzfund aus der Mitte des 3. Jh. Dabei werden die Sakralobjekte aus öffentlichen und privaten Heiligtümern sowie die vier bekannten Gesichtshelme detailliert mit neu erstellten Farbfotos ins rechte Licht gerückt. Überhaupt ist der Katalog großzügig mit Farbaufnahmen ausgestattet, die kurzen Texte sind lesbar und gut verständlich, die eingängigen Grafiken vermitteln allgemeine Aussagen zu den Römern. Das Weißenburger Museum wird seinem Anspruch als zentrale Vermittlungsstätte zum Thema »Römer in Bayern« mit dieser Neupublikation mehr als gerecht.

Ellen Riemer


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