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Buchrezension

Metropolen der Antike

Jean-Claude Golvin

Darmstadt: wbg Philipp von Zabern 2019, 240 S., 48 Euro

Im Jahr 2005 erschienen Jean-Claude Golvins »Metropolen der Antike« erstmals auf Deutsch, ein Band, den man mit Freude zur Hand nahm, gelang es dem Autor doch, mit seinen historischen Rekonstruktionszeichnungen Antike begreif- und erlebbar zu machen, kurz: sie eindrucksvoll zu visualisieren. Tempel, öffentliche Plätze, Wege und Wohnhäuser, aber auch Alltags­szenen rückten dem Betrachter nachdrücklich ins Bewusstsein und regten die eigene Fantasie an.

Wie groß ist die Freude nun! 14 Jahre später hat der ehemalige Direktor am Pariser CNRS (Centre Nationale de la Recherche Scientifique) eine zweite Auflage vorgelegt, die deutlich gewach­sen ist. Vor allem in Nordafrika und Ägypten sind weitere Metropolen der Antike hinzugekommen: So etwa mehrere Orte in Algerien und Tunesien – darunter Thuburbo Majus, Bulla Regia und Thamugadi –, aber auch das griechische Kyrene des 4./3. Jh. v.Chr., im heutigen Libyen gelegen, erscheint im Bild.

Darüber hinaus ist auch Ägypten in der Neuauflage bestens vertreten: Pi-Ramesse ist so manchem schon einmal zu Ohren gekommen. Golvin zeichnet detailreich die von Ramses II. erbaute neue Hauptstadt im Nildelta. Auch in der Neuauflage sorgen einführende Texte wie Erläuterungen zu den Abbildungen dafür, dass der Leser nicht nur den Überblick behält, sondern eine historische Stätte völlig anders, schlicht und ergreifend intensiver wahrnimmt als mit einem »normalen« Reiseführer in der Hand. Kurzum: Der neue »Golvin« verdient reichlich Zuspruch.?|?Peter Kracht

Peter Kracht


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Buchrezension:
Medicus

– Medicus – Die Macht des Wissens
Darmstadt: wbg THEISS 2019, 256 S., 240 Abb., 30 Euro


AiD-Lexikon:
Zahnformel

Auch Gebissformel oder Zahnschema genannt.