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Buchrezension

Persepolis – Die altpersische Residenzstadt

Alireza Shapur Shahbazi

Darmstadt: Verlag Philipp von Zabern 2013, 224 S., 176 farb. Abb., 13 S/W Abb., 29,99 Euro

Die deutsche Übersetzung eines renommierten Führers über das Weltkulturerbe Persepolis, verfasst von einem der großen Kenner der achämenidischen Kultur, macht vorbehaltlos neugierig. Nach einer kurzen Einführung in den geschichtlichen Hintergrund folgt eine umfassende Beschreibung der Werke und Gebäude der außergewöhnlichen Fundstätte. Einen Großteil davon nimmt die Apadana ein, der Residenzpalast mit den berühmten Reliefs auf den beiden großen Freitreppen. Nach Abhandlung sämtlicher Baureste auf der Zitadelle werden weitere archäologische Überreste wie zwei Königsfelsgräber in der unmittelbaren Umgebung besprochen. Im einem Anhang werden schließlich die Steinmetzarbeiten, Maße und Zahlen sowie die Restaurierung einer Säule erläutert. Ein ausgewählte Bibliografie schließt das Buch ab. Das Werk ist für eine Besichtigung vor Ort konzipiert und dementsprechend ist der Text sachlich und bisweilen recht trocken gehalten. Zu Beginn der ausführlichen Beschreibungen fordert der Autor den Leser auf, die Karte von Persepolis zur Hand zu nehmen, doch kann er das nicht, denn in dem ganzen Buch fehlt es bis auf eine Ausnahme an Plänen. Damit verliert das Werk deutlich an Wert, denn ohne diese lässt sich den Ausführungen kaum folgen. Dieser Lapsus des Verlages lässt sich aber dank Wikipedia leicht beheben, sodass einer Erschließung des Fundortes aus der Ferne mithilfe des ansonsten hervorragend bebilderten Werkes nichts im Wege steht.

Dirk Paul Mielke


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