Zeitschrift / Buchrezensionen / Buchrezension

Buchrezension

Warum die Arche nie gefunden wird – Biblische Geschichten archäologisch entschlüsselt

Eric H. Cline

Darmstadt: Theiss Verlag 2016, 308 S., 39 S/W-Abb. u. 3 Karten, 24,95 Euro

Als Hollywood in den 1980er Jahren mit dem Film »Jäger des verlorenen Schatzes« den Fantasiearchäologen ­Indiana Jones auf die abenteuerliche Suche nach der verschollenen Bundeslade schickte, fand die Frage nach dem historischen »wahren Kern« des Alten Testaments erstmals ein breiteres öffentliches Interesse. Inzwischen suchen nicht nur gläubige Juden und Christen nach konkreten materiellen Belegen für die in der Bibel überlieferten Ereignisse, sondern auch in den modernen Medien breitet sich ein zunehmend unüberschaubarer Dschungel an Halbwahrheiten und konstruierten oder gar erfundenen Nachweisen für den historischen Zeugniswert der biblischen Geschichten aus. Nun bringt der renommierte US-amerikanische Archäologe und Anthropologe Eric H. Cline Klarheit in das Zwielicht um die alttestamentarische Sagen- und Mythenwelt und als Kenner und Fachmann für die biblische ­Archäologie könnte es hierfür kaum ­einen besseren Autor geben. Mit sachlichem und kritischem Blick verzahnt er anhand bekannter Motive wie dem Garten Eden, der Arche Noah oder den Geschehnissen um Moses die historische und archäologische Quellenlage und gibt einen spannenden Einblick in den aktuellen Forschungsstand der Bibelarchäologie, der sich stets auch dem Einfluss von Pseudowissenschaften zu erwehren hat. Der Anmerkungsapparat und das Literaturverzeichnis im Anhang des Buches bieten auch dem Fachmann viele weiterführende Informationen.

Niklot Krohn


Bild zum Vergrößern anklicken.

Buchrezension:
Anfang und Ende – Vormoderne Szenarien von ­Weltentstehung und Weltuntergang

Darmstadt: Verlag Philipp von Zabern 2016, 144 S., 86 Farb-, 15 S/W-Abb., 29,95 Euro


AiD-Lexikon:
Danewerk

Riesige frühmittelalterliche Wallanlage im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Dänemark.