Spektrum: Kupfer aus der Steinzeit

Hortfund in Osnabrück-Lüstringen

Text: Henning Haßmann / Jana Esther Fries / Bodo Zehm

Im Juni 2016 entdeckte Lennard Janßen am östlichen Stadtrand von Osnabrück in Lüstringen drei »Lunulae« und eine Knaufhammeraxt. Als »Lunula« – kleiner Mond – bezeichnet man halbmondförmige Scheiben, die wohl als Schmuck dienten. Gewöhnlich bestehen die Scheiben aus Goldblech, sehr selten aus Bronze. Sowohl die Axt als auch die Lunulae des Lüstringer Depots sind jedoch aus Kupfer. Bei ersten Analysen konnten in diesem Kupfer hohe Anteile von Arsen und Wismut festgestellt werden. Arsenhaltiges Kupfer lässt sich leichter schmelzen und gießen als reines Kupfer und war die erste Wahl, bevor in der Bronzezeit ab etwa 2000 v. Chr. Legierungen mit Zinn zum vorherrschenden Material für Waffen und Schmuck wurden. Der einzigartige Hort stammt somit aus der ausgehenden Jungsteinzeit und gehört zu den ältesten Metallfunden Norddeutschlands (...).

Den ausführlichen Originalbeitrag finden Sie in Heft 6 / 2016.

Bildnachweis: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Volker Minkus

Buchrezension:
Mykene

Darmstadt: wbg Philipp von Zabern 2018, 392 S., ca. 500 Abb., 39,95 Euro


AiD-Lexikon:
Zahnformel

Auch Gebissformel oder Zahnschema genannt.